Wanderritt am 23./24.06.2007 nach Fahrland

 

Endlich war es soweit - seit mindestens einem Jahr sprachen wir davon, einmal einen Wanderritt vorzubereiten.

Die Damengruppe aus der Freitags-18:00 Uhr-Stunde, Elke, Silvia, Ines, Christiane, Ute und Felicitas stellten sich dieser Herausforderung. Nach meiner Vorbereitung (zweimal die Strecke abreiten, Wege suchen, Unterkunft für Pferd und Reiter ausfindig machen) ging es am Samstag, den 23.06.07 gegen 12:00 Uhr, nach einem kleinen Imbiss los.

Die Aufregung war meinen Mitreiterinnen ein wenig ins Gesicht geschrieben, aber die Freude auf ein Abenteuer überwiegte.

Reitroute war: Entlang der Potsdamer Chaussee (schöner Reit- und Galoppweg), am Glienicker See vorbei, danach in den schönen Königswald mit breiten, langen Galoppwegen bis zur Hauptstraße, der Bundesstraße 2.

Dort wurde abgesessen und wir führten die Pferde ca. 20 Minuten auf dem Fuß- und Radweg entlang der viel befahrenen Straße. Dann hatten wir das "Cafe Charlott", unsere Raststelle erreicht und machten bei Kaffe, Kuchen und kalten Getränken Pause. Frisch gestärkt nahmen wir die Etappe in Angriff, durch den Fahrländer Wald, über Wiesen, an Kornfeldern und am Rand des Fahrländer Sees vorbei.

Dann kam das erste Hindernis: eine Bullenweide, was aber alle Pferde mit Bravour meisterten. Das zweite Hindernis war ein riesiger Baumstamm, der den Weg versperrte. Wir stiegen ab  und mussten die Pferde rüberführen, denn rechts und links des Weges war Wasser. Ein Umreiten war nicht möglich und wäre ein Pferd nicht hinübergekommen, hätten wir umdrehen müssen. Aber ohne Schwierigkeiten gingen alle unsere Pferde ihres Weges. Nochmals ein Stückchen Straße, dann waren wir an unserem Ziel angekommen - Ponyhof Sokolowski -.

 

 

 

 

 

Nach 5 Stunden Reitzeit wurden wir dort schon freudig erwartet. Wir versorgten unsere Pferde. Walter hatte üppig gefüllte Futtereimer vorbereitet. Er war mit dem Wohnmobil nachgekommen, um Futtereimer, Stallhalfter und Übernachtungs-Utensilien zu transportieren.

Abends wurde gegrillt und bei Bierchen und Sektchen wurden in fröhlicher Runde die letzten Stunden besprochen. Die Nacht auf ISO-Matten war natürlich gewöhnungsbedürftig und deshalb der Schlaf knapp.

Am nächsten Morgen wurde uns bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse - mit Blick auf Pferdekoppeln - ein reichliches Frühstück kredenzt. Gegen 11 Uhr wurden die Pferde geputzt und gesattelt. Unsere Haflinger haben sich sehr wohl gefühlt, hatten sie doch eigene, abgetrennte Paddocks, Dustin und Aladin sogar eigene Boxen (Dustin wegen Sommerexzem und Aladin der alte Stänker hätte sonst die ganze Nacht Unruhe verbreitet).

Um 12 Uhr ritten wir wieder in Richtung Ponyhof. Dustin, der alte Recke, wusste schon, es geht nach Hause und legte ein kräftiges Tempo vor. Wieder am Baumstamm angekommen, gingen alle Pferde rüber, nur Priska zickte. Plötzlich wollte sie da nicht mehr rüber. Aber mit viel Überredungskunst schafften wir es, sie zu überzeugen doch lieber mit den anderen Pferden mitzugehen.

 

Der Wettergott war uns hold, bei Sonnenschein und ohne Regen trafen wir gegen 16:30 Uhr auf dem Ponyhof ein. Alle waren etwas erschöpft, aber sehr glücklich, diese Herausforderung angenommen und sie bravourös gemeistert zu haben. Zwei Tage mit den Pferden zusammen zu sein, Verantwortung zu tragen und zu erleben, wie das Pferd dein Kamerad und Begleiter wird.

Ich glaube in der heutigen Zeit, mit Hektik und Stress, war es ein Erlebnis, die Harmonie - RUHE, schöne Reitwege und NATUR pur - hautnah zu erleben.

Es war eine Supertruppe und unsere Pferde Aladin, Charly, Bonny, Willi, Peggy, Priska und Dustin waren total artig in neuer Umgebung, aufmerksam und fleißig, völlig cool an der Straße und den Kuhweiden. Ein dickes LOB - schön das wir sie haben.

Es war auch für mich das erste Mal einen Wanderritt zu führen - auch ein kleines Abenteuer -  und ich würde es wieder tun!!!

Ingrid

 

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